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Agiles Projektmanagement in Zeiten von Agilität und Industrie 4.0

  • #Agile Organisation
  • #Agiles Projektmanagement
  • #Industrie 4.0

Der erfahrene Projekt-Programm-Manager Rainer Borg verrät wie man Projekte agil führt und welche Werkzeuge nützlich sind.

Rainer Borg hat sich nach 10 Jahren Beratungs- und Aufbauarbeit in einer der großen Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaften sowie als Vorstand eines Internet-Startup Unternehmens ganz dem Thema Agile Collaboration in der Unternehmens- / Konzernentwicklung sowie der Produktentwicklung verschrieben. Als Dipl. Wirtschaftsingenieur Fachrichtung Maschinenbau und gelernter Landmaschinen-Mechaniker liegt sein Fokus auf praxisgerechter Umsetzung von Projekt-Programm-Management .

 

Worauf müssen wir uns im Projektmanagement zukünftig einstellen?

Rainer Borg: In den kommenden Jahren wird das Arbeiten in Projekten immer wichtiger im Unternehmen, weil regelmäßig wiederholende Routineaufgaben aus dem Tagesgeschäft seltener werden und dafür die Anzahl der Projekte stetig zunimmt. Eine gute abgestimmte Projektvorgehensweise wird so im Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Allgemein können wir alle spüren, wie das Tempo zunimmt. Für das Projektmanagement heißt das einerseits, dass ich meine Projekte optimal koordiniere und plane, andererseits aber, dass ich auch nicht mehr so langfristig planen kann. Hier kommen klassische Projektmanagement-Methoden („Wasserfallmodelle“) schnell an ihre Grenzen und neue Methoden sind gefragt, die agileres und flexibleres Arbeiten erlauben. Daneben führt die zunehmende Globalisierung nicht nur zu mehr standortübergreifender Zusammenarbeit, sondern auch zu immer länger werdenden Wertschöpfungsketten. Mit mehr Beteiligten an mehr Standorten steigt damit die Komplexität und diese will gemanagt werden. Hier ist ein agiles Projektmanagement gefordert.

 

„Unternehmen stellen sich damit auf die immer schnellere Veränderungsgeschwindigkeit ein, reagieren flexibler auf geänderte Markt- und Rahmenbedingungen.“

Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen klassischem und agilem Projektmanagement?

Rainer Borg: Die Unterschiede zwischen klassischem und agilem Projektmanagement lassen sich anhand mehrerer Kriterien aufzeigen. Unter Planungsgesichtspunkten wird in klassischen Modellen eher langfristig geplant. Hier wird der volle Arbeitsumfang von Anfang an definiert. Spätere Änderungen führen dann häufig zu Budgetüberschreitungen und Verspätungen. Agile Projektplanung ist dagegen viel kurzfristiger, basiert auf regelmäßigen Kundenabstimmungen und zielt auf schnelle Resultate, von denen dann ausgehend weiter geplant wird. Auch liegt beim agilen Projektmanagement die Ergebnisverantwortung beim Team und nicht mehr wie beim klassischen Wasserfall-Ansatz beim Projektleiter. Welcher Ansatz geeigneter ist, hängt vom Projekttyp ab. Agiles Projektmanagement ist vorteilhaft, wenn der Schwerpunkt eher in der Entwicklung liegt und wenn Projekt- Anforderungen und Lösungsansätze weitgehend unbekannt sind. Sind Anforderungen und mögliche Lösungsansätze schon frühzeitig gut zu definieren und geht es eher um das Abarbeiten vordefinierter Aufgaben, eignet sich der Wasserfall-Ansatz häufig besser.

Was erwartet die Teilnehmer in Ihrem Seminar „Agiles Projektmanagement“?

Rainer Borg: Wir nehmen die Teilnehmer mit auf eine Reise zu neuen Projektmanagementwelten. Wir starten mit einem Überblick und schauen uns gemeinsam an, welchen Herausforderungen sich Unternehmen z.B. durch Digitalisierung oder Globalisierung stellen müssen.

Jeder Teilnehmer bekommt die Möglichkeit, sein eigenes Unternehmen im Hinblick auf den Agilitäts-Reifegrad einzuschätzen und einzuordnen. Dazu nutzen wir ein differenziertes innovatives Modell, das individuelle Entwicklungsschritte zur Beschreibung und Gestaltung von Organisationen aufzeigt.

In diesem Kontext schauen wir genauer auf klassische wie agile Projektmanagementansätze, führen diese zusammen und leiten wesentliche, einfache Prinzipien einer agilen Zusammenarbeit ab.

Diese Prinzipien für agile Kollaboration – wir nennen sie Game Changer – stellen wir anhand innovativer Werkzeuge aus der Praxis vor. Die Teilnehmer übertragen dies dann auf ihr eigenes Unternehmen und üben damit einen ersten Schritt in Richtung agile Kollaboration.

 

SEMINAR-TIPP: Agiles Projektmanagement mit dem erfahrenen Experten Rainer Borg

Zum Seminar

Sie plädieren für eine hybride Form des agilen Projektmanagements. Was ist darunter zu verstehen?

Rainer Borg: Im hybriden bzw. bi-modalen Projektmanagement werden agile und klassische Projektmanagement-Methoden zusammen in einer gemeinsamen Umgebung (z.B. in einem Programm) gesteuert. Sozusagen das Beste aus beiden Welten aufeinander abgestimmt. Viele Unternehmen mussten schon schmerzvoll erfahren, dass klassische Projektmanagement-Methoden Sie eher einschränken und „entschleunigen“. Auch mit rein agilen Projektmanagement-Methoden, wie SCRUM, haben viele bereits schlechte Erfahrungen gemacht, da es ein Höchstmaß an Disziplin erfordert und die Einführung der Methode auch seine Zeit braucht. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: SCRUM funktioniert, allerdings nur wenn alle 100% mitziehen. Dies muss in einer Organisation in der Regel erst gelernt werden. Unser vorgestellter Ansatz eines bi-modalen Projektmanagements ist einfacher umzusetzen. Es bietet viele agile Elemente und führt somit auch zu einer Organisation, die eine echte agile Zusammenarbeit und entsprechenden Mindset im Unternehmen in den Mittelpunkt stellt.

Welche innovativen Werkzeuge und Methoden im bi-modalen bzw. hybriden Projektmanagement können Sie empfehlen?

Rainer Borg: Stellen wir uns z.B. ein Unternehmen vor, das mehrere Veränderungsinitiativen plant, können wir auf die folgenden Werkzeuge und Methoden verweisen, die wir in diversen Projekten erfolgreich angewendet haben. Diese stellen wir auch im Seminar vor:

  • Für eine Standortbestimmung des eigenen Unternehmens hat sich das kyona House of Developmentmit dem Modell der Organisationsentwicklungsmatrix bewährt
  • Für die Mobilisierung des Teams und die Identifizierung weiterer Kernthemen empfehlen wir einen vorstrukturierten Awareness Workshop.
    Das Agile StarterKit Canvasschafft mehr Transparenz und fördert das Engagement der Beteiligten
  • Bi-modales bzw. hybrides Projektmanagementauf Basis einer einheitlichen Kollaborationsplattform als zentrales Projektvorgehensmodell zu etablieren
  • Die Game-Changer als Leitprinzipien für eine Agile Kollaboration zu verankern´

Damit erreichen Sie nicht nur eine ganzheitliche Perspektive auf das Management von Veränderungen, sondern stellen auch einen starken Praxisbezug sicher.

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